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Baustelleninfo - Historische Funde

Historische Funde bringen spannende Erkenntnisse // 15.02.2021

Im August und September 2020 wurden nördlich des Innsbrucker Doms rund 60 Gräber aus historischen Zeiten im Zuge der Bauarbeiten freigelegt. Seit Dezember 2020 wurden die Funde nun anthropologisch untersucht. Die daraus gewonnen Daten geben Aufschluss über Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und Lebensstil der Bestatteten und das Leben der Innsbrucker Bevölkerung während des Mittelalters.

Die Untersuchungen ergaben, dass es sich um 17 weibliche und 17 männliche Individuen handelt, die zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr verstorben sind, sowie um 30 jugendliche Individuen, die vor dem 20. Lebensjahr verstorben sind. Zusätzliche unvollständige Knochenfunde, die nicht den bereits identifizierten Überresten zugeordnet werden konnten, verweisen auf etwa 50 weitere Verstorbene, die nahe des Doms begraben wurden.

Neben dem Geschlecht, Sterbealter und der Körpergröße konnten die ExpertInnen auch Gelenkerkrankungen, Traumata und Spuren anderer Krankheiten feststellen. Auch genetische Erkrankungen und Erbmerkmale wurden ermittelt, die auf eine Verwandtschaft einzelner Verstorbener verweisen.

Aktuell werden die Bauarbeiten erneut von ArchäologInnen-Teams begleitet, da man an einigen Stellen weitere historische Funde erwartet. Es bleibt abzuwarten, ob sich weitere spannende Einblicke in die Stadtgeschichte ergeben.


Erneut mittelalterliche Funde am Domplatz // 13.11.2020
Der Domplatz in der Altstadt Innsbruck ist einmal mehr Schauplatz spektakulärer Ausgrabungen: Südlich des Brunnens wurden zahlreiche unterirdische Mauern gefunden, die auf eine mittelalterliche Verbauung des Domplatzes schließen lassen. Ein Teil der Mauern könnte laut ExpertInnen aus dem 13. Jahrhundert stammen und würde bedeuten, dass dort damals Häuser standen. Der Rest der Funde wird einer späteren Überbauung zugeordnet.

Gefunden und freigelegt wurden Innenräume mit einer Steinrollierung als Boden, zudem auch ein Treppenzugang und ein verkohlter Holzboden. Dunkel Verfärbungen im Erdreich könnten zudem auf eine historische Grube hinweisen, die als Latrine gedient haben könnte.

Die ArchäologInnen erhoffen sich von den Ausgrabungsfunden vor allem Aufschlüsse über die zeitliche Mehrphasigkeit der Bebauung des heutigen Domplatzes.


Intakte Gräber am Domplatz gefunden // 13.08.2020
An dem Ort, wo heute der Dom zu St. Jakob steht, befand sich im Mittelalter eine kleine Gemeindekirche mit dazugehörigem Friedhof. Daher war man auf etwaige archäologische Funde vorbereitet. Dass nun aber gleich mehrere intakte Gräber freigelegt wurden, kam unerwartet. Das ArchäologInnen-Team, das die Bauarbeiten begleitetet, nahm umgehend eine erste Bestandsaufnahme vor.

Bei den Funden handelt es sich um die Überreste mehrerer StadtbewohnerInnen aus dem Mittelalter. Da die Gräber besonders tief liegen, wurden sie bei früheren Bauvorhaben nicht entdeckt und blieben ungestört.

AnthropologInnen konnten anhand der Skelette grobe erste Erkenntnisse bezüglich Alter und Geschlecht gewinnen. Es wurden mehrere Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche gefunden. Um ein genaueres biologisches Profil zu erstellen, braucht es jedoch detailliertere Untersuchungen, wie etwa eine Isotopenanalyse im Labor. Danach können die gefunden Überreste ihre Geschichte in einem Museum erzählen.


Mauer aus dem 15. Jahrhundert entdeckt // 21. Juli 2020
Im Zuge der Grabungsarbeiten in der Stiftgasse wurden die Überreste einer Mauer freigelegt. Dabei handelt es sich vermutlich um einen Gebäudeteil aus dem 15. Jahrhundert, der auch 1521 noch urkundlich erwähnt wurde. In späteren Jahren wurde dieser Gebäudeteil bei Umbauarbeiten abgerissen.


Historische Funde - Zeugen vergangener Zeiten // 17. Juli 2020
Die historischen Funde, welche im Zuge der Bauarbeiten in der Altstadt zum Vorschein kommen, werden zunehmend mehr. So wurden in allen Gassen bisher historische Abwasser-Ritschen gefunden, die bis ins 19. und teils 20. Jahrhundert zur Entsorgung von Abwasser und weiterem Unrat genutzt wurden.

Im Bereich des Doms wurde ein Skelett gefunden. Da es dort in früheren Zeiten einen Friedhof gab, hatte man mit Funden dieser Art durchaus gerechnet. Die zuständigen Fachleute für Archäologie werden das Skelett vorsichtig bergen und im Anschluss genau untersuchen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen.

In der Stiftgasse wiederum werden derzeit die Überreste einer römischen Mauer vermutet. Gewissheit gibt es erst nach genaueren Grabungsarbeiten und Untersuchungen durch ExpertInnen.


Historische Funde in der Kiebachgasse // 8. Juli 2020
Bei Bauarbeiten in der Kiebachgasse wurden eine historische Mauer und eine Abwasserritsche freigelegt. Das Archäologie-Team der Firma Ardis dokumentiert diese Funde parallel zu weiteren Bauarbeiten, sodass es zu keinen Verzögerungen kommt.

Archäologische ExpertInnen stehen der Baustelle in der Altstadt durchgehend zur Verfügung, falls es zu Funden wie jenem in der Kiebachgasse kommt. So können im Zuge der Baumaßnahmen zudem wertvolle Erkenntnisse über die historische Infrastruktur der Altstadt gewonnen werden.